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Nachhaltig unterwegs – im Grossen wie im Kleinen

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Mit der Installation von Photovoltaikanlagen, der Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und der Förderung von Biodiversitätsflächen setzt die SOB auf Nachhaltigkeit. Aber Nachhaltigkeit heisst auch: sich innerhalb des Unternehmens um die vielen Details zu kümmern, wo das Engagement weniger sichtbar, aber ebenfalls wichtig ist. Dazu gehört die Arbeitsausrüstung für die Mitarbeitenden der SOB.

Ob Laptop, Taschen, Trolleys oder Arbeitskleidung – für alles gilt: Es soll den Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht werden, sprich praxistauglich sein. Gleisarbeitende, Lokpersonal, Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter müssen sich auf das Material verlassen können. Aber die Arbeitsausrüstung soll gleichzeitig so nachhaltig wie möglich sein.

PET-Flaschen werden zu Taschen

So sind die Mitarbeitenden der SOB beispielsweise mit Rucksäcken und Trolleys unterwegs, die aus Polyesterfasern aus wiederverwendeten PET-Flaschen bestehen. Es hat sich gezeigt, dass aus gebrauchten Flaschen ein sehr strapazierfähiges Gewebe hergestellt werden kann, das sich im täglichen Einsatz bewährt. Der Einsatz von bereits gebrauchtem Material bedeutet eine Reduktion der CO2-Emissionen, weil die Produktion von rezykliertem PET (rPET) über 50% weniger CO2 verursacht. Zudem werden die Ressourcen geschont und der Abfall reduziert. Denn je nach Modell werden 6 bis 65 gebrauchte PET-Flaschen zur Herstellung von Produkten verarbeitet, anstatt dass aus Rohstoffen neuer Kunststoff hergestellt wird.

Langlebig, robust und fair produziert

Wichtig ist jedoch nicht nur die Materialwahl, ebenso entscheidend ist eine sorgfältige Verarbeitung und die Langlebigkeit des Produkts. Je robuster ein Ausrüstungsgegenstand, desto ressourcenschonender ist er. Und schliesslich achtet die SOB bei ihren Lieferanten darauf, dass sie sich in ihren Lieferketten an internationalen Standards für faire und soziale Arbeitsbedingungen orientieren.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Nebst der Einhaltung ökologischer und sozialer Standards bei der Herstellung von Bekleidung und Ausrüstung gibt es punkto Nachhaltigkeit einen weiteren relevanten Faktor: die Optimierung des Bekleidungs- und Ausrüstungssortiments, das den Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Denn je besser die einzelnen Artikel des Sortiments auf die Bedürfnisse abgestimmt sind, desto weniger Ausrüstungsstücke benötigt ein einzelner Mitarbeiter oder eine einzelne Mitarbeiterin. Daher prüft die SOB aktuell alle vorhandenen Ausrüstungs- und Dienstkleidungsstücke auf Nutzen, Praxistauglichkeit, Qualität und Nachhaltigkeit.

Und wie funktioniert nachhaltiger Versand?

Mit der Wahl der passenden Ausrüstung durch die Mitarbeitenden aufgrund individueller Präferenzen stehen die Gegenstände noch nicht daheim zur Verfügung. Pro Jahr verschickt die SOB rund zwei bis drei Sendungen an Mitarbeitende mit Arbeitskleidung. Das bedeutet viel Verpackungsmaterial, das üblicherweise im Abfall landet. Seit über einem Jahr setzt die SOB daher auf eine wiederverwendbare Versandtasche, welche die Mitarbeitenden kostenlos via Post zurückschicken. Diese lässt sich bis zu 20-mal nutzen. Dadurch sinkt der Energieaufwand für Produktion und Entsorgung von Einwegverpackungen deutlich. Bereits nach fünf Nutzungen werden 70% Emissionen im Vergleich zur einmaligen Nutzung eingespart.

Ergänzende Infos

Die Förderung der Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiges Handlungsfeld der Nachhaltigkeitsbestrebungen der SOB. Im Grossen wie im Kleinen. Weitere Beispiele wie «Alte SOB-Schienen auf neuen Wegen» sind auf SOBdirekt zu finden.

Text: Esther Volken, Bilder: DICOTA AG, SOB

Gut zu wissen: PET-Kreisläufe sind unterschiedlich

In der Schweiz funktioniert das System für PET-Getränkeflaschen sehr gut: Die Flaschen werden gesammelt, sortiert und zu neuen Flaschen verarbeitet (Bottle-to-Bottle System). Dadurch bleibt das Material hochwertig erhalten und der Rohstoff ist erneut nutzbar. Deshalb sollte dieses hochwertige PET auch im geschlossenen Flaschenkreislauf bleiben und nicht für andere Anwendungen abgeleitet werden.

International sind die Bedingungen oft anders: In zahlreichen Ländern sind Sammlung, Sortierung und Recycling weniger effizient. Dort erreicht das gesammelte PET oft nicht die Qualität, die für neue Getränkeflaschen erforderlich wäre oder das Bottle-to-Bottle System kann nur einen Teil des gesammelten PET aufnehmen.

Beim PET, das der Lieferant der SOB-Dienstkleidung verwertet, handelt es sich nachweislich um rezykliertes und nach GRI-Standards (Global Reporting Initiative) geprüftes Material, das aus dem Ausland stammt und somit nicht dem geschlossenen Bottle-to-Bottle-Kreislauf in der Schweiz entzogen wird. Die Verarbeitung zu Textilprodukten verhindert, dass PET verbrannt oder deponiert wird und spart im Vergleich zu neu hergestelltem Kunststoff CO₂ ein.

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