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Mehr Sicherheit, weniger Störungen – die SOB modernisiert ihr Achszählsystem im Südnetz

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Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit haben bei der Südostbahn höchste Priorität. In den vergangenen Jahren traten bei den bisherigen Achszählsystemen bei gewissen Streckenabschnitten jedoch immer wieder unerwartete Belegungen auf – insbesondere nach Gewittern, Fahrleitungskurzschlüssen oder Schaltungen. Diese sogenannten «Belegungen ab Luft» führten dazu, dass nachfolgende Züge nur noch mit «Fahrt auf Sicht» verkehren konnten. Die Folge waren Verspätungen und betriebliche Einschränkungen, die sich im dichten Fahrplan der SOB deutlich bemerkbar machten.

Um die Betriebsstabilität zu erhöhen, startete die SOB im Jahr 2022 das Projekt «Evaluation und Ersatz Achszählsystem SOB Südnetz». In einem umfassenden Modernisierungsschritt wurden die bisherigen Achszählersysteme der Streckenachszähl-Abschnitte durch das zeitgemässe Frauscher FAdC-System ersetzt – ein Achszählsystem, das sich international bewährt hat und höchste Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit erfüllt.

Gezielte Investition mit grosser Wirkung
Da rund 85 Prozent aller Achszählstörungen die Streckengleise (und nicht Bahnhofsgleise, Weichenbereiche oder Abstellgleise) betrafen, konzentrierte sich die SOB im Projekt auf die am stärksten betroffenen Abschnitte. Insgesamt wurden acht Streckenabschnitte im Südnetz umgerüstet:

  • (Pfäffikon – Freienbach SBB)
  • (Freienbach – Wollerau)
  • (Wollerau – Samstagern)
  • (Wädenswil – Burghalden)
  • (Burghalden – Samstagern)
  • (Samstagern – Schindellegi)
  • (Altmatt – Rothenthurm)

Das Projekt umfasste die Evaluation und öffentliche Ausschreibung des neuen Achszählsystems, die Projektierung und Integration in die bestehenden Stellwerke Do69 und Do67 sowie die sichere Gleisfreimeldeübertragung zwischen den Stellwerken via Frauscher Achszählsystem FAdC R2. Die Anbindung zwischen den Achszählrechnern erfolgte stationsübergreifend über das eigene Glasfasernetz.

Partnerschaftlich umgesetzt – für eine starke Infrastruktur

Von Herbst 2022 bis Ende 2025 arbeitete das Team der SOB-Infrastruktur – Bereich Sicherungs- und Telecomanlagen – gemeinsam mit externen Fachspezialistinnen und -spezialisten an der Umsetzung. Unter der Gesamtprojektleitung der SOB wurden die Ausschreibungen durchgeführt, der Systemlieferant ausgewählt und die technische Umsetzung koordiniert. Sämtliche acht
Streckenabschnitte wurden erfolgreich auf das neue Frauscher Achszählsystem umgestellt, inklusive Sicherheitsnachweisen, Integration und Inbetriebnahme.

Mit dem Abschluss des Projekts erreichte die Südostbahn eine deutliche Steigerung der betrieblichen Verfügbarkeit der Stellwerke und eine Reduktion von Verspätungsminuten für unsere Bahnkunden.

Mehr zum Kundengeschäft der SOB-Infrastruktur

Rapport en français

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