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Die Südostbahn testet neues System zur Kundeninformation

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Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) verfolgt Projekte für die bessere Kundeninformation. Am Bahnhof Wattwil erhalten Reisende in einem Pilotprojekt genauere Informationen über die Position der einzelnen Wagen und deren Service-Angebote.

Die Südostbahn testet am Bahnhof Wattwil ab der kommenden Woche ein System, um Kundinnen und Kunden über die genauen Einstiegsorte eines Zuges und die Angebote in den einzelnen Wagen zu informieren. Ziel des Pilotversuches mit Anzeigern am Perrondach ist es, den Mehrwert eines solchen Systems für die Kundinnen und Kunden sowie den Nutzen für einen pünktlichen Bahnbetrieb abzuklären. Während der Pilotphase erfolgt die Kundeninformation zeitgesteuert und nur bei einzelnen Verbindungen des Voralpen-Express. Die üblichen Anzeigetafeln funktionieren auch in der Pilotphase wie gewohnt. Die wissenschaftlich begleiteten Messungen dauern bis Ende 2021. Die Passagierströme auf dem Perron von Gleis 4 werden zu diesem Zweck anonymisiert erfasst.

Studie zu Kundenbedürfnissen

Dass umfassende Reiseinformationen nebst schnellen und pünktlichen Verbindungen ein zentrales Bedürfnis aller Reisenden sind, hat auch eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gezeigt, welche die Südostbahn mit Unterstützung des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) in Auftrag gegeben hat. Die Handlungsempfehlungen und Erkenntnisse der Studie dienen der Südostbahn und der gesamten Branche als Hinweise für die Weiterentwicklung von digitalen Angeboten bei der Reiseplanung im öffentlichen Verkehr.

Digitale Fahrplaninformationen ab 2022

Im kommenden Jahr wird die Südostbahn die Kundeninformation an ihren Bahnhöfen ausbauen. Die Südostbahn installiert an fast 30 Bahnhöfen und Haltestellen digitale Fahrplanstelen, sogenannte Smart Information Displays. Diese Geräte zeigen Fahrgästen auf Wunsch unter anderem Echtzeitinformationen zu Verbindungen, Informationen im Störungsfall oder Hinweise zu Baustellen.

Die Erwartungen von Bahnreisenden an zukünftige digitale Angebote

Neun zentrale Erkenntnisse, die von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) aus den Ergebnissen der Untersuchung abgeleitet wurden:

 

1. Umfassende Reiseinformationen sind ein zentrales Bedürfnis aller Reisenden.

2. On-Demand Angebote wie ein Rufbus mit Fahrpersonal bieten einen Mehrwert in Form von stärkerer Flexibilität. Gegenüber autonomen Fahrzeugen zeigen viele Personen eine Zurückhaltung.

3. Kundinnen und Kunden wünschen eine Feedback-Funktion, um ihre Anliegen mitzuteilen.

4. Personalisierte Angebote im weiteren Reise-Ecosystem sind eher ein Nischenbedürfnis.

5. (Kostenlose) Sitzplatzreservationen haben bei bestimmten Kundengruppen Potenzial, insbesondere bei Freizeitreisenden und Autofahrenden.

6. Wenn ein Angebot einen Nutzen bietet, sind Reisende meistens bereit, ihre Daten mit einem Bahnunternehmen zu teilen.

7. Kundinnen und Kunden wünschen sich eine möglichst einfache Ticketbuchung und ein einheitliches, faires Preissystem.

8. Am Bahnhof sind Reisende bereit, den Einstiegsort aufgrund der Auslastung im Zug auszuwählen. Bei Freizeitreisen ist grundsätzlich auch eine Bereitschaft vorhanden, die Reisezeit aufgrund der Auslastung anzupassen. Eine Anpassung des Reisewegs aufgrund der Auslastung ist jedoch keine Option.

9. Personalisierte Angebote sollten unaufdringlich gestaltet sein, Auswahloptionen bieten und die Nutzung sollte freiwillig sein.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter www.fhnw.ch

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