Ein durchdringender Signalton kündet es an: Die neue Unterflurhebeanlage im Service-Zentrum Samstagern – einem der beiden Instandhaltungsstandorte der SOB – wird sich in wenigen Augenblicken in Bewegung setzen. Der Einbau der neuen Anlage war das Kernelement der ersten Ausbauetappe im Service-Zentrum. Seit Ende März ist sie in Betrieb. So auch jetzt: Der Hebevorgang hat eingesetzt und geht fast geräuschlos vonstatten. Nur ein leises Summen deutet akustisch darauf hin, dass etwas vor sich geht. Optisch ist der Vorgang jedoch eindrücklich: Innert dreieinhalb Minuten hievt die imposante Anlage mit dem sperrigen Namen eine 150 Meter lange und 265 Tonnen schwere Traverso-Komposition auf 1,7 Meter über den Boden. Möglich machen dies zehn Hebestände, die sich über die ganze Länge der Unterflurhebeanlage verteilen und in viereinhalb Meter tiefen, überdeckelten Grubenabschnitten stehen. Dank der 10 fest eingebauten und 18 fahrbaren Wagenkastenheber können Zugkomponenten wie Radsätze und Drehgestelle schnell und – im Vergleich zu früher – mühelos gewechselt werden. Bisher mussten die Traverso-Züge beispielsweise für einen Radsatzwechsel aufwendig in der Hälfte getrennt werden, was einen grossen Mehraufwand mit sich brachte. Dank der neuen Anlage halbiert sich die benötigte Zeit für den Tausch der Radsätze einer Traverso-Komposition auf neu zwei Tage.



