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Von Schnitzeljägern im Führerstand

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Joey Koller und Sven Staudenmann, beide Lokführer bei der SOB, sind nicht nur begeistert von ihrem Job, sondern auch fasziniert vom sogenannten Geocaching – eine Art Schatzsuche per GPS. Die erfahrenen Schnitzeljäger gehen nicht nur selbst auf die Jagd, sondern engagieren sich auch als Spielgestalter.

Die beiden Lokführer Joey und Sven kennen ihre Strecken aus dem Effeff. Diese Streckenkenntnisse kommen ihnen beim Kreieren ihrer Schnitzeljagden zugute. Denn mit ihren Rätseln führen sie die Spielerinnen und Spieler entlang von SOB-Linien – dieses Jahr ist es jene des Voralpen-Express. Gefragt sind bei ihren Geocaches etwas Bewegungsfreude und wie bei allen GPS-Schnitzeljagden Rätsel- und Abenteuerlust.

Die Box ist der Schatz

Beim Geocaching spüren Spielerinnen und Spieler mit einem GPS-Gerät oder einer Smartphone-App versteckte Behälter (Caches) in der Umgebung auf. Die abenteuerreiche Schnitzeljagd per Satellitensignal ist ein spannendes Hobby für alle, die gerne draussen sind, neue Orte entdecken und Rätsel lösen. Je nach Spielart findet man die Box, den finalen Cache, direkt bei der angegebenen Koordinate (Tradi), über mehrere Stationen (Multi) oder zusätzlich durch das Lösen von Rätseln (Mystery). Wer mitmachen will, registriert sich einmalig auf der Plattform geocaching.com und lädt die entsprechende App herunter. Dann kann es losgehen.

Von Luzern nach St. Gallen – mit dem Voralpen-Express

Das neue Spiel von Joey und Sven ist ein «Mystery», allerdings ein spezieller: Der Cache besteht aus drei sogenannten Lab-Caches, bei denen man über eine App verschiedene Stationen besucht und dort Fragen beantwortet. «Lab» steht für Labor, weil diese Caches eine Möglichkeit sind, mit neuen Ideen zu experimentieren. Im Gegensatz zu klassischen Geocaches mit physischen Dosen ist der digitale Log, also Eintrag in der App, die Belohnung. Die physische Dose ist dann der Bonus-Cache, die Box bei Lösung des ganzen Rätsels.

Für diesen gemeinsamen Cache haben Sven und Joey die Linie des Voralpen-Express gewählt, für die beiden «eine der schönsten Strecken der SOB». Das Ziel ist, die Strecke von Luzern bis nach St. Gallen zu fahren, dabei Halt an einigen Stationen zu machen, um den Bahnhof oder Kuriositäten in der Umgebung kennenzulernen.

Die Box, die schliesslich bei Lösung des ganzen Rätsels wartet, haben Joey und Sven kreiert und ist das Resultat mehrerer Stunden Arbeit und viel Liebe zum Detail. Die Spielgestalter hüten das Geheimnis über den Inhalt, verraten aber, dass auf Finderinnen und Finder eine kleine Überraschung wartet.

Viel Lob von den Schnitzeljägern

Die Voralpen-Express-Schnitzeljagd ist seit wenigen Wochen verfügbar und die Spielerinnen und Spieler reagieren begeistert. Die ersten 20 haben dem Cache ausnahmslos einen Favoritenpunkt gegeben – eine Auszeichnung für die beiden Spielmacher, denn eine 100%-Quote sei sehr selten, wie die beiden stolz berichten. Kein Wunder, die beiden sind mit Leib und Seele dabei und betonen, dass sie bei Problemen und Fragen auch gerne bereit sind, weiterzuhelfen.

Cacher mit Leidenschaft

Joey hat das Geocaching bereits 2007 für sich entdeckt. Mit 5300 Funden zählt er zweifellos zu den Profi-Geocachern. Auch Sven ist schon lange dabei – er ist seit 10 Jahren ein Geocacher. Beide sind durch ihre Eltern zu ihrem Hobby gekommen. Für Sven steht das Kennenlernen neuer Orte im Vordergrund – Orte, die man ohne Geocaching nicht für sich entdecken würde. Joey ist fasziniert von aufwendigen Konstruktionen und Wegen. Er, als «Profi», spricht mit Begeisterung von T5-Caches, also Caches, die im Terrain zu finden sind. Dies mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad 5, beispielsweise auf 20 Meter hohen Bäumen oder mehrere Meter tief im Wasser.

Die eigene Freude weitergeben

Was Joey und Sven selbst als faszinierend erleben, möchten sie auch anderen vermitteln. Positive Rückmeldungen sind für Sven Anerkennung und Ansporn, weiterzumachen. Und Joey ergänzt, dass es nicht nur ein Erlebnis sei, selbst Caches aufzuspüren, sondern dass er auch gerne Zeit investiere, um mit tollen Boxen andere zur Suche zu motivieren. Ausserdem sei es «ein Outdoor-Hobby, das man weltweit ausüben kann».

Es besteht kein Zweifel: Ihre Leidenschaft lebt weiter. Was kommt wohl als nächstes? Feste Pläne haben die beiden nicht, aber – so Joey und Sven – «wir haben ja noch mehr Fernverkehrslinien». Und mit wir meinen sie sich selbst und «ihre» SOB.

Text: Esther Volken
Bilder: SOB

Mit dem Voralpen-Express Herbst-Hit auf Schnitzeljagd

Bereits eine Geocacherin oder ein Geocacher? Oder Lust, sich von der Faszination anstecken zu lassen? Wer das neuste Rätsel von Joey und Sven lösen möchte, dem sei der Voralpen-Express Herbst-Hit empfohlen. 

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