Auf dem Dach des Service-Zentrums in Samstagern wurde im Rahmen des Um- und Ausbaus die grösste Photovoltaik-Anlage der SOB installiert. Zusammen mit weiteren Anlagen leistet die SOB damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Stromversorgung. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit wurde das Dach gleichzeitig ökologisch aufgewertet, so dass zusätzlich die Biodiversität profitiert.
Mit einer Leistung von 430 Kilowattpeak (kWp) und einer Modulfläche von rund 2500 m2 weist die neue Anlage auf dem Dach des Service-Zentrums beeindruckende Dimensionen auf. Sie entstand im Rahmen des Um-/Ausbaus des Service-Zentrums und ergänzt bestehende Massnahmen zur Energieeffizienz, darunter die Umrüstung auf eine energieeffiziente, präsenzgesteuerte LED-Beleuchtung und die Umstellung der Heizungsanlage von Öl auf eine umweltfreundliche Pelletheizung. Zusammen mit der bereits bestehenden Anlage deckt der produzierte Solarstrom nahezu den Jahresstrombedarf des Standorts Samstagern, wo die Züge der SOB instandgehalten werden. Was nicht selbst verbraucht wird, speist die SOB ins Netz ein.
Modernes Anlagemanagement mit Potenzial
Die Anlage ist in ein modernes Energie-Monitoringsystem integriert, das PV-Ertrag, Eigenverbrauch, Netzbezug, Einspeisung sowie Lastverteilung innerhalb der Anlage erfasst und visualisiert. Aktuell dienen die Daten vor allem der Überwachung der Energieflüsse. Zukünftig könnten diese auch für die Optimierung des Stromverbrauchs genutzt werden, nämlich möglichst viel des selbst erzeugten Stroms direkt für den eigenen Betrieb zu nutzen.
Strom für die Strassenflotte
Die erzeugte Solarenergie kommt auch der Strassenflotte zugute, denn die SOB setzt auf E-Fahrzeuge. Bereits heute machen Elektrofahrzeuge die Hälfte der SOB-Flotte aus; bis 2040 sollen alle Fahrzeuge elektrisch unterwegs sein. Der eigene Solarstrom ist dafür ein wichtiger Baustein. Am Standort Samstagern wurden im Jahr 2025 neue Ladestationen installiert, wo die Einsatzfahrzeuge für Pikettdienste und Instandhaltungsarbeiten geladen werden können.
Auch die Biodiversität profitiert
Die Dachfläche des Service-Zentrums dient nicht nur der ökologischen Stromproduktion, auch die Biodiversität wurde berücksichtigt. Mit einer extensiven Begrünung und Holzhaufen erfüllt die Fläche mehrere ökologische Funktionen: Sie reduziert durch den Rückhalt von Regenwasser die Abflussmenge bei Starkregen, verbessert das Mikroklima und schafft Lebensräume für Wildbienen, Laufkäfer und weitere Arten. Ausserdem kühlen die Pflanzen als Folge der Verdunstung ihre Umgebung und erhöhen dadurch den Wirkungsgrad der PV-Anlage.
Erneuerbar in die Zukunft
Die SOB prüft laufend, an welchen weiteren Standorten zusätzliche Anlagen umgesetzt werden können. Das Ziel ist, die Eigenproduktion von Solarstrom durch die Installation von PV-Anlagen auf geeigneten Infrastrukturen kontinuierlich zu steigern. Gemeinsam mit Fachpersonen werden Faktoren wie Sonneinstrahlung, Dachneigung, Tragfähigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit beurteilt. Wo dies möglich und sinnvoll ist, wird die SOB weitere Anlagen installieren – ein wichtiger Faktor im Hinblick auf das Ziel, bis 2040 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Text: Esther Volken
Bilder: SOB