Die zeitliche Planung der beiden Bauetappen erschien sehr ehrgeizig: Für die erste Etappe war ein Jahr Bauzeit eingerechnet, für die zweite nur gut neun Monate. Konntet ihr die Termine einhalten?
TA: Ja. Ausser bei einem Teil der ersten Etappe: Da hatten wir ursprünglich eine kürzere Zeitspanne eingeplant, die wir jedoch aus logistischen Gründen nicht ganz einhalten konnten. Die Baustellenlogistik war aufgrund der beengten Platzverhältnisse eine grosse Herausforderung: Zeitweise war die Baustelle vergleichbar mit einem engen Kanal von knapp 15 Metern Breite und 80 Metern Länge, der nur von der Stirnseite bedient werden konnte. Weil das Gleis 3 im Bahnhof Samstagern während der Arbeiten mit den drei Baukränen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste, konnte nur von 9 bis 16 Uhr mit dem Kran gearbeitet werden. Es musste also immer darauf geachtet werden, wer wo arbeiten kann und wie das Material zu- und weggeführt wird.
Was waren – abgesehen von der Logistik – die grössten Herausforderungen während des Baus?
TA: Der Einbau der Unterflurhebeanlage mit ihren bis zu siebeneinhalb Tonnen schweren Bauteilen hat sich als sehr schwierig herausgestellt. Rückblickend gesehen war dies wohl die grösste Knacknuss der gesamten Bauarbeiten. In der ersten Etappe wurden zudem viele Rühlwände (senkrechte Baugrubensicherungen) für die viereinhalb Meter tiefen Gruben erstellt. Dafür mussten sehr nahe an den noch in Betrieb stehenden Gebäudeteilen Bohrungen ausgeführt und die Wände selbst unmittelbar und zentimetergenau an Bestehendes gebaut werden. Der Innenausbau beinhaltete zahlreiche Elemente, die bis zu acht Meter über dem Boden angebracht wurden: Stromtrassen, Deckenheizung, Sanitärleitungen, aufziehbare Deckenstromschienen, die ganze Beleuchtung – das alles ist unter der Decke eingebaut. Für den Einbau dieser Elemente waren mehrere Hebebühnen notwendig, die gleichzeitig im Einsatz standen. Ihren Einsatz aufeinander abzustimmen und zu koordinieren, war eine planerische Herausforderung.

