In der Transportleitstelle werden rund um die Uhr Fahrzeuge, Lokpersonal und Kundenbegleitung koordiniert, Störungen gelöst und in kürzester Zeit neue Pläne geschmiedet. Oft merkt man als Fahrgast gar nichts davon.
In der neuesten Folge des SOB-Podcast «Bahntakt» spricht Jessica Ruckstuhl darüber, dass kein Tag wie der andere ist, Stressresistenz eine wichtige Eigenschaft ist und eine gewisse «Geheimsprache» zum Alltag gehört.
Apropos Geheimsprache; hier die wichtigsten Abkürzungen:
Z = Zugchef/-in
Der Zugchef bzw. die Zugchefin trägt die Aufsichtspflicht. Auf jedem Fernverkehrszug muss mindestens eine Z-Leistung besetzt sein.
K = Kontrolleur/-in
Eine K-Leistung gibt es bei Doppeltraktionen, beispielsweise wenn zwei Traverso oder ein Traverso und ein FLIRT zusammen verkehren. In diesem Fall ist die Z-Person für eine Einheit verantwortlich, die K-Person für die andere.
X = Zusatzleistung
Sind die Z- und gegebenenfalls die K-Leistung bereits besetzt, können zusätzliche Kundenbegleitende als X-Leistung eingesetzt werden. Von diesen Zusatzleistungen können mehrere auf einem Zug vorhanden sein.
Priorisierung bei Personalmangel
Bei Personalmangel werden zuerst X-Leistungen aufgehoben und die Mitarbeitenden anderweitig eingesetzt. Falls nötig, kann auch eine K-Leistung aufgehoben werden. Ist auf einem Zug keine Z-Leistung mehr vorhanden, muss eine entsprechende Meldung erstellt werden.
Grundsätzlich können unsere Züge auch ohne Kundenbegleitung verkehren. Dies kommt jedoch nur in Ausnahmefällen vor, beispielsweise bei Störungen oder kurzfristigen Personalausfällen.