In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand der Vögel in der Schweiz enorm zurückgegangen. Grund dafür ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Das bekam auch der Storch zu spüren. Gemäss der Vogelwarte Sempach haben diese Vögel heute Probleme, ihre Jungen mit Nahrung zu versorgen. Hinzu kommt die zunehmende Entwässerung von feuchten Wiesen, dem Lebensraum der Störche, oder der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmittel. Auch Frei- oder Fahrleitungen können eine tödliche Gefahr darstellen.
Fahrleitungsmasten entlang der Gleise sind ideale Rast- oder teilweise auch Nistplätze für Vögel. Was für kleine Arten kein Problem darstellt, kann für grössere Vögel zur tödlichen Falle werden. Berühren die Grossvögel gleichzeitig zwei Elemente, durch die Strom fliesst, lösen sie einen Kurzschluss aus. Das passiert meist beim Anflug von Strommasten oder beim Abflug. Aber auch wenn das Tier die Stromleitung nur mit einem Flügel berührt, löst es einen sogenannten Erdfluss aus, der tödlich enden kann.
Obwohl der Südostbahn gemäss einer Erhebung im Jahr 2024 keine Unfälle mit Grossvögeln bekannt sind, will sie das Risiko minimieren. Anstehende Fahrleitungserneuerungen oder Instandhaltungsarbeiten nutzt sie daher für die Umsetzung von Massnahmen, um die Fahrleitungsanlagen für Vögel sicherer zu machen.


