In der Schweiz sind neben Betonschwellen auch Schwellen aus Stahl oder Holz im Einsatz. Die SOB verfolgt allerdings seit einigen Jahren die Strategie, in ih rem Hauptnetz vorwiegend Betonschwellen einzusetzen, um die Lebensdauer der Gleise zu erhöhen. Stahlschwellen verbaut sie auf schwächer belasteten Strecken und eliminiert dadurch nach und nach die ökologisch heiklen, in Teeröl getränkten und unwirtschaftlichen Holzschwellen. Im Vergleich zu Stahl- und Holzschwellen haben Schwellen aus Beton per se ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis und sind langlebiger als die Alternativen. Die Ohrenschwellen, deren Form sa lopp ausgedrückt an einen Hundeknochen erinnert, toppen das dank ihrer breiteren Auflagefläche noch. Im Gegensatz zu den in der Schweiz bekannten und weit verbreiteten Betonschwellen B91 sind die Ohrenschwellen fast doppelt so breit, deutlich schwerer – 450 anstatt 290 Kilogramm – und vierfach statt nur zweifach mit der Schiene verbun den. Dank der breiteren Auflagefläche minimiert sich die Belastung auf den Schotter und den Unterbau. Durch diese Eigenschaft wird eine wesentlich bessere Gleisla gestabilität erreicht. Dadurch muss das Gleis weniger ge stopft werden, was die Unterhaltskosten im Vergleich zu Stahl- und Holzschwellen oder den B91-Betonschwellen erheblich senkt. Ein weiterer Vorteil der HD- gegenüber der B91-Schwelle ist, dass Erstere in engen Kurven mit Radien unter 250 Meter eingesetzt werden kann. Auf dem Netz der SOB gibt es eine Vielzahl davon, wie eben bei Samstagern. Der erwähnte Pilotversuch der SOB im kommenden Sommer ist auch für die anderen Schweizer Bahnen von Interes se. Aus diesem Grund sind auch die SBB und die BLS im erforderlichen Zulassungsprozess für die HD-Schwelle in volviert. Sie beabsichtigen, diese Schwellen künftig auf bestimmten Streckenabschnitten ebenfalls einzusetzen.