Drehscheibe in Arth-Goldau mit dem neuen Depot

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Der einst kleinste SOB-Standort ist innerhalb von nur drei Jahren zum grössten «Depot» des Lokpersonals und der Kundenbegleitung herangewachsen. Eine Erweiterung beim angemieteten Gebäude war aufgrund des starken Personalwachstums nicht mehr zielführend. Stefan Bless, Leiter Kundenbegleitung, berichtet über die neue Lokalität, mit der die Mitarbeitenden rundum zufrieden sind.

Die Südostbahn ist vom Standort Arth-Goldau weggezogen in eine nur wenige Meter vom alten Gebäude entfernte Lokalität. Wohin genau, und wozu dienen die neuen Räumlichkeiten?

Die neuen Räumlichkeiten auf 300 Quadratmetern befinden sich im ersten Stock des Neubaus am Bahnhofplatz in unmittelbarer Nähe zum Gleis 4. Sie dienen als Personalstandort für Lokpersonal und Kundenbegleitung (KB). Dort sind auch unsere Pausen-, Umkleide- und Schulungsräume sowie Büroarbeitsplätze untergebracht.

Wie wichtig ist der Standort Arth-Goldau für die SOB heute, nachdem das Bahnunternehmen im Fernverkehr immer stärker wächst?

Der Standort Arth-Goldau ist für die Südostbahn von grosser Bedeutung. Mit den Linien Treno Gottardo und Voralpen-Express verbindet die SOB die Einwohnerinnen und Einwohner der Region mit fast allen grösseren Städten der Deutschschweiz und des Tessins. Vor dem Eintritt in den Fernverkehr waren rund 30 Mitarbeitende in Arth-Goldau stationiert. Der Standort ist kontinuierlich gewachsen. Nun sind über 100 Mitarbeitende ab Arth-Goldau im Einsatz. Damit ist die Südostbahn eine wichtige Arbeitgeberin in der Region. Unsere Präsenz in der Region wird durch den Ausbau unseres Standorts erheblich verstärkt. Der Fernverkehr spielt dabei eine bedeutende Rolle. Die Resonanz bei Stellenausschreibungen ist jetzt viel höher als früher.

Welche Bedürfnisse muss ein SOB-Standort erfüllen?

An einem Standort müssen sich Mitarbeitende auf den Arbeitseinsatz im Zug vorbereiten, an Büroarbeitsplätzen arbeiten, Pause machen und auch bei Früh- oder Spätdiensten in einem Ruheraum schlafen können. Wichtig ist: Jeder und jede hat individuelle Bedürfnisse, gestaltet zum Beispiel die Pause anders. Es war mir wichtig, die Wünsche direkt abzuholen. Aus diesem Grund habe ich mittels Umfrage die individuellen Bedürfnisse, wo es ging, abgeklärt und in die Umsetzung integriert. Es waren auch einzelne Mitarbeitende des Lokpersonals und der Kundenbegleitung in die Planung miteinbezogen. So gibt es jetzt sogenannte Rückzugsflächen, Gesellschaftsräume mit Küche, Sitzungszimmer (mit 28 Plätzen), Büroräume (mit acht Arbeitsplätzen), einen Ruheraum usw. Ohne den grossen Einsatz der Mitarbeitenden wäre der neue Standort nicht zu dem geworden, was er heute ist. Ihnen gilt ein grosses Dankeschön.

Welchen Mehrwert haben die Mitarbeitenden dank dem neuen Standort?

Im Gegensatz zu kleineren Standorten ist dieses grosse Depot ein richtig lebendiger Ort, wo ständig Leute ein und aus gehen. Für die Mitarbeitenden ist das ein willkommener Mehrwert. Sie sind durchwegs begeistert, auch von der Qualität der eingesetzten Materialien. Gerade die Küche fand ein grosses Echo.

Gibt es etwas, was den Standort speziell macht?

Am neuen Ort ist einiges ungewohnt. So gibt es zum Beispiel keine nach Geschlechtern getrennten Garderoben mehr, dafür je eine Umkleidekabine für Frauen und für Männer. Dieses SOB-Novum hat den Vorteil, dass wir die Garderoben bzw. Schränke bei Veränderungen des Bestands der Frauen bzw. der Männer nicht mehr laufend wechseln und anpassen müssen. Damit entfallen in Zukunft aufwendige Mehrarbeiten. Neben den WC-Anlagen für Damen und für Herren gibt es eine zusätzliche Unisex-WC-Anlage. Die neuen Sitzungszimmer bieten den Abteilungen Lokpersonal und Kundenbegleitung die Möglichkeit, Aus- und Weiterbildungen oder Sitzungen direkt vor Ort und in nächster Nähe zum Bahnhof durchzuführen.

Wie gut sind die Mitarbeitenden vernetzt?

Die Kolleginnen und Kollegen der beiden Abteilungen sind durch interne Vernetzungsanlässe im Rahmen des sogenannten SOBkulturzugs näher zusammengerückt. Es gilt, nicht zu vergessen: Wir haben fast zwei Drittel neues Personal in der Abteilung Kundenbegleitung. Erfahrene, langjährige Mitarbeitende, die teilweise seit den 80er-Jahren bei der Südostbahn sind, mit fast doppelt so vielen neuen Mitarbeitenden zu vernetzen, war eine Herausforderung. Dies lief aber wirklich erfreulich gut. Ein Depot wie in Arth-Goldau ist ideal, um sich mit den Kolleginnen und Kollegen besser auszutauschen.

Gab es spezielle Feierlichkeiten rund um die Eröffnung?

Im September hat die SOB-Geschäftsleitung verschiedene Behördenmitglieder begrüsst. Und am Tag der offenen Tür waren alle Mitarbeitenden mit ihren Familien eingeladen. Es war ein grosses Fest und hat uns noch mehr verbunden.

Text: Nicole Baró-Wolf
Bilder: SOB, Daniel Ammann

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