Die besten Trainspotter-Orte entlang der SOB Linien

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Die Südostbahn hat ein grosses Bahnnetz, welches quer durch die Schweiz führt. Mit dem Fernverkehr und dem regionalen Personenverkehr betreibt die Südostbahn abwechslungsreiche Linie. Doch egal wo die Züge gerade fahren, sie sind immer ein beliebtes Objekt für Fotografinnen und Fotografen. Unsere Community verriet uns ihre Tipps und Tricks.

Jede und jeder hat heutzutage ein Smartphone zum Fotografieren in der Tasche. Ein beliebtes Sujet sind dabei immer wieder Züge. Einige Fotografinnen und Fotografen halten Züge jedoch nicht zufällig fest, sondern bereiten sich gut auf eine Aufnahme vor: Die «Trainspotter/-innen». Auf Social Media hatte die SOB ihre Abonnentinnen und Abonnenten vor einigen Wochen zu deren beliebtesten Spotterorten befragt.

Die besten Spotterbahnhöfe

Ein beliebter und wenig aufwändiger Ort zum «Trainspotten» sind Bahnhöfe. Es gibt Bahnhöfe, die von schöner Landschaft und Bergen umgeben sind. So zum Beispiel der Bahnhof in Airolo und der Bahnhof in Erstfeld. In Eisiedeln erhält das Bahnhofsgebäude durch die historische Prägung einen speziellen Charme. Der Bahnhof St. Gallen ist überdacht, wodurch der Zug auf dem Bild eine andere Wirkung erhält.

Beliebte Orte auf den Linien der Südostbahn

Die Spotter/-innen fotografieren die Züge nicht nur im Bahnhof, sie platzieren sich auch entlang der Strecke. Wenn sie am idealen Ort bereitstehen, entsteht der Vorteil, dass sie den Zug aus der perfekten Perspektive ablichten. Ein bekannter Ort zum «Trainspotten» befindet sich zwischen St. Gallen und Degersheim. Besonders die Brücke über dem Sittertobel ist hier sehr beliebt. Es existieren viele schöne Bilder von SOB-Zügen auf dem Sitterviadukt. Nicht nur das Sittertobel ist bekannt zum Fotografieren, sondern auch das Glattalviadukt in Herisau. Das Faido Viadukt im Tessin ist ein Lieblingsort von vielen Abonnentinnen und Abonnenten. So auch das Viadukt Leventina. Im Tessin ist die Umgebung anders als in der Ost- oder Zentralschweiz.

Neben Viadukten gibt es im Tessin weitere interessante Spotter-Orte, zum Beispiel in Minusio vor dem Schloss oder in Giornico vor der Kapelle. Entlang der Strecke des Treno Gottardo in Richtung Norden fährt der Zug in Wassen vorbei. S’Chileli vo Wasse ist das begehrteste Sujet. Auch Gewässer sind gerne als Bildkomposition gesehen. So befinden sich entlang des Immensees, beim Seedamm in Rapperswil oder auch in Schmerikon am Zürichsee bekannte Spotter-Orte.

Lemmy und Bovy - zwei von vielen «Trainspottern»

Lemmy und Bovy sind zwei «Trainspotter», die uns von ihrem Hobby erzählen. So sagen die beiden: «Das Ziel ist am Abend ein perfektes Bild im Kasten zu haben.» Züge faszinierten sie schon als Kind. Die Begeisterung, Züge zu fotografieren, kam aufgrund ihrer Begeisterung für die Fotografie schnell. Das «Trainspotten» wurde zu ihrem Hobby.

Das Hobby «Trainspotten»

Lemmy liebt es, Züge und die Natur zu fotografieren. Er meint, die Zugfotografie sei Übungssache und das könne jeder mit der entsprechenden Praxis. Es benötige eine Spiegelreflexkamera, da die Züge mit einer hohen Geschwindigkeit vorbeifahren. Bovy ergänzt, es brauche das richtige Verhältnis zwischen Zug und Natur auf dem Bild. Er hebt hervor: «Es ist wichtig, dass ich die Aussicht aus dem Zug in einer neuen Perspektive darstelle.»

Lemmy fotografiert an vielen verschiedenen Orten. Er nimmt den Zug gerne frontal auf. Die Leventina mag er besonders. Allerdings verkehren hier die Züge nur stündlich, weshalb er meist keine grosse «Ausbeute» macht. Ein weiterer Lieblingsort von Lemmy ist Flüelen mit der Kirche im Hintergrund sowie Rothenturm und Umgebung. Bovy hingegen bevorzugt beispielsweise Bellinzona mit der Aussicht auf die Burg Montebello.

Der Rucksack eines «Trainspotters»

Was nehmen die beiden «Trainspotter» auf ihren Touren alles mit? In diesem Fall ist es eine gute Kamera, gegebenenfalls noch eine Videokamera. Wichtig ist ein Kamerastativ. Lemmy nimmt jeweils auch seinen Kamerakoffer mit den unterschiedlichen Linsen mit. Bovy bereitet sich nicht besonders auf eine Spottingtour vor. Er schaut jeweils ein paar Tage vorher wie die Wetterprognose aussieht und entscheidet anhand dieser wohin seine Tour ihn führt.

Von morgens bis abends

Ein typischer Tagesablauf sieht wie folgt aus. Lemmy macht an einem Tag mehrere Bilder und das von verschiedenen Orten. Nur so lohnt es sich – ausser, er ist in der Leventina unterwegs. Er sucht eine freie Strecke mit viel Verkehr. So fährt in Rothenthurm immer ein Traverso und ein Flirt vorbei. In Arth-Goldau verkehren hingegen viele Güterzüge.

Die Tageszeit und das Wetter sind ebenfalls entscheidend. Lemmy sagt: «Es ist sehr unterschiedlich, wie auch wetterabhängig. Ist der Himmel bewölkt, ergeben sich keine guten Bilder. Wie lange ich also an einem Ort bleibe, hängt stark mit dem Wetter zusammen. Wenn es schön bleibt und ich den Ort mag, kann ich auch mehrere Stunden dort verweilen.»

Die Community der Zugfotografierenden

Die beiden «Trainspotter» verabreden sich auch oft mit anderen Zugfotografinnen und -Fotografen. Sie nehmen dann alle zusammen ihre Lieblingszüge auf. Das «Trainspotten» ist für Lemmy, Bovy und die «Trainspotter-Community» ein grosses Erlebnis. Wenn der Zug perfekt auf dem Bild ist, sind alle glücklich.

Text: Mara Hollenstein
Bilder: SOB, Lemmy, Bovy

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